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LeMO Kapitel: Anspruch und Wirklichkeit

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Das SED-Regime verfolgt die sozialistische Utopie von sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit. Durch die Überwindung des Kapitalismus soll es allen Menschen besser gehen. In der Realität hat das Regime große Probleme, diese Ziele mit Hilfe der Zentralplanwirtschaft zu erreichen und den Lebensstandard zu verbessern. Der Alltag der Ostdeutschen ist geprägt von Versorgungslücken und der Lebensstandard liegt Ende der 1950er Jahre rund 40 Prozent unterhalb dem der Westdeutschen.
Johannes Kramer Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Wirtschaft und Gesellschaft im Osten

LeMO Kapitel: "Aufbau des Sozialismus"

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Auf der II. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) im Juli 1952 verkündet Walter Ulbricht den Beschluss des Politbüros, dass „der Sozialismus planmäßig aufgebaut“ werden soll. Gemäß der Parole „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“ wird die im Gang befindliche Neuordnung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft der DDR nach sowjetischem Vorbild beschleunigt. Der Beschluss hat spürbare Folgen für alle Lebensbereiche der Menschen in der DDR.
Geschichte; EB-Nr. 1995/11/0108 Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Weg nach Osten

LeMO Kapitel: "Hoffnungsträger" Jugend

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Das SED-Regime sieht in der Jugend die „Hoffnungsträger“, die den Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verwirklichen sollen. Mit Hilfe der Freien Deutschen Jugend (FDJ) will es Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sozialistisch erziehen. Die Jugendorganisation bietet attraktive Freizeitangebote, um die Jugend für die Weltvorstellungen der SED einzunehmen. Doch viele Heranwachsende versuchen sich dieser Beeinflussung zu entziehen.
Schaarschmidt Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Wirtschaft und Gesellschaft im Osten

LeMO Kapitel: Freundschaftsvertrag

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Die Sowjetunion und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) schließen am 20. September 1955 in Moskau einen Vertrag über die gegenseitigen Beziehungen ab. Beide Staaten sichern sich völlige Gleichberechtigung, gegenseitige Achtung der Souveränität und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten zu. Die Sowjetunion erkennt damit juristisch die volle Souveränität der DDR an. Politische, militärische und wirtschaftliche Abhängigkeiten des SED-Regimes von der Sowjetunion bleiben jedoch bestehen.
der Geschichte; EB-Nr. 1991/3/197 Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Weg nach Osten

LeMO Kapitel: Sowjetische Kontrollkommission

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Nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) aufgelöst. An deren Stelle tritt am 10. Oktober 1949 die Sowjetische Kontrollkommission in Deutschland (SKK). Sie überwacht die Durchführung des Potsdamer Abkommens und der anderen alliierten Beschlüsse. Zudem übermittelt sie dem SED-Regime Vorgaben aus Moskau für die Innen- und Außenpolitik. Trotz der Staatsgründung der DDR bleibt die Sowjetunion die bestimmende politische Macht in Ostdeutschland.
0456 Foto: Thünker/Schaarschmidt Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Weg nach Osten

LeMO Kapitel: 13. August 1961: Mauerbau

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Am Sonntag, den 13. August 1961, riegeln Grenzpolizisten, Volkspolizisten, Mitglieder der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ und Soldaten der Nationalen Volksarmee die Sektorengrenze nach West-Berlin und den Berliner Außenring ab. Überall werden Straßen aufgerissen, Panzersperren und Stacheldrahtverhaue errichtet. In den folgenden Tagen beginnen Bautrupps unter Bewachung damit, den Stacheldraht durch eine circa zwei Meter hohe Mauer zu ersetzen, die Berlin in zwei Hälften zerschneidet. Die Bevölkerung in beiden Teilen Deutschlands zeigt sich empört und schockiert.
Die Sperranlage schneidet über 50.000 Ost-Berliner von ihren Arbeitsplätzen im Westen

LeMO Kapitel: Opposition und Widerstand

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Der Aufbau der SED-Diktatur und die sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bleiben nicht ohne Widerspruch. Einzelne oder kleinere Gruppen leisten aktiven Widerstand gegen das SED-Regime. Opposition kommt aus allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter von Landwirten, Christen, Studenten, aber auch Politikern der Blockparteien oder sogar der SED. Der Unmut der Menschen mit der SED-Diktatur zeigt sich besonders im Volksaufstand am 17. Juli 1953 und der bis zum Mauerbau anhaltenden Massenflucht.
2004/06/0003 Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Wirtschaft und Gesellschaft im Osten

LeMO Kapitel: Präsident, Staatsrat, Ministerrat

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Neben der Volkskammer sind der Präsident bzw. der Staatsrat und der Ministerrat die weiteren zentralen Verfassungsorgane der DDR. Wilhelm Pieck ist der erste und einzige Präsident. Nach seinem Tod wird das Amt abgeschafft und durch den Staatsrat als kollektives Staatsoberhaupt ersetzt. Der Ministerrat ist formal die Regierung der DDR. Ihm gehören der Ministerpräsident (ab 1958 als Vorsitzender des Ministerrates bezeichnet), seine Stellvertreter und die Fachminister an. Alle wichtigen Entscheidungen werden allerdings in der SED-Parteiführung getroffen.
Geschichte; EB-Nr. 1995/12/0548 Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Weg nach Osten

LeMO Kapitel: Jugendweihe

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Das Politbüro der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) beschließt am 14. März 1954 die Einführung der Jugendweihe. Im Frühjahr 1955 finden die ersten Weihen statt. Durch die Jugendweihe werden die Jugendlichen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am Ende des 8. Schuljahres in die „Reihen der Erwachsenen aufgenommen“. Den christlichen Kirchen soll so die Möglichkeit genommen werden, Jugendliche mittels Konfirmation oder Firmung für sich zu gewinnen.
Schaarschmidt Geteiltes Deutschland: Gründerjahre > Wirtschaft und Gesellschaft im Osten