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Bodenhistorie/Der Umgang mit dem Boden im Mittelalter – ZUM-Unterrichten

https://unterrichten.zum.de/wiki/Bodenhistorie/Der_Umgang_mit_dem_Boden_im_Mittelalter

Mit der Sesshaftwerdung der germanischen Stämme begann die bäuerliche Bodennutzung in Mitteleuropa. Das geschah nicht in einem Zuge, sondern etappenweise, in denen es Zeiten gab, in denen die Bevölkerung wuchs, so dass Wald gerodet werden musste, um Ackerland zu schaffen. Stück um Stück wurde die Naturlandschaft zurückgedrängt. Es kamen schlechte Zeiten, wo durch Seuchen (Pest) und Hungersnöte ganze Landstriche entvölkert wurden. Insgesamt gesehen war die Siedlungsdichte im frühen Mittelalter stark an die Ertragsfähigkeit der Böden gekoppelt. Trockene, mit Löß bedeckte Böden wie die niederrheinische Bucht oder die niedersächsischen Börden waren bevorzugte Ackerbau- und entsprechende Siedlungsgebiete. Feuchte Marsch- und Moorgebiete, die schlecht nutzbaren Böden der Gebirgsstandorte, waren nur dünn besiedelt oder menschenleer.
Stuttgart 1967 Wilhelm Abel Gartenkultur im Mittelalter Hinter Klostermauern überlebten

Bodenhistorie/Der Umgang mit dem Boden im 19. Jahrhundert – ZUM-Unterrichten

https://unterrichten.zum.de/wiki/Bodenhistorie/Der_Umgang_mit_dem_Boden_im_19._Jahrhundert

Probieren geht über studieren! Diese banale Weisheit brachte die Erforschung des Bodens im 18. und 19. Jahrhundert weiter voran. Wenn man organische Substanz verbrennt, dann bleibt schwarzer Ruß übrig, der sog. Kohlenstoff. Auch im Boden befindet sich bekanntlich organische Substanz; stöchiometrische Berechnungen ergaben, dass sich eine ganz erhebliche Menge Kohlenstoff im Boden befinden musste. Gleichzeitig studierten die Wissenschaftler Priestley[1], Ingenhousz[2], Sennebier[3] und Saussure[4] das Pflanzenwachstum. Sie fanden heraus, dass die Pflanzen “Kohlensäure“ aufnahmen und Sauerstoff abgaben. Das brachte sie darauf, dass der Kohlenstoff ja irgendwo herkommen musste, nämlich aus der Luft oder aus dem Humusgehalt des Bodens. Sollte alles Wachstum vom Kohlenstoff abhängen? Die Kohlenstofftheorie war geboren. Der Humusextrakt des Bodens, der organische Mist und die Pflanzenreste galten jetzt als die Universalstoffe, die das Pflanzenwachstum förderten. Ober die “Gärung“, d.h. die Verwesung, sollte die Kohlenstoffbildung erfolgen. Ein Verlust an organischer Substanz machte dementsprechend die Böden unfruchtbar, während ein Humuszuwachs die Bodenfruchtbarkeit fördern sollte.
Vergilius Maro, Georgica, Reclam, Stuttgart 1994 ↑ Zitiert nach Otto von Münchhausen

Benutzerin:Sabine Häcker/Sprachbildung/Das Dilemma der geschlechtergerechten Sprache – ZUM-Unterrichten

https://unterrichten.zum.de/wiki/Benutzerin:Sabine_H%C3%A4cker/Sprachbildung/Das_Dilemma_der_geschlechtergerechten_Sprache

Die Diskussion um eine geschlechterinklusive Sprache geht mit einem hohen Maß an gesellschaftlicher Aufregung einher, weil die Sprachwahl oft als ein Loyalitätsmarker für eine bestimmte politische Haltung verstanden wird. Den Befürwortern geht es um ein gesellschaftspolitisches Anliegen, das sympatisch und legitim ist: Geschlechtergerechtigkeit.[1] Dem mehr als berechtigten Wunsch steht allerdings das Problem gegenüber, dass die als geschlechtergerecht favorisierten Sprachvarianten ihrem inklusiven Anspruch nicht gerecht werden. Aus dem Wunsch, nicht zu diskriminieren, entstehen neue Diskriminierungen – ein Diskriminierungsdilemma. Im Folgenden möchte ich diese Problematiken aufblättern und damit auch meine eigene Variantenwahl begründen.
Stuttgart 2021 (S. 143 f.) ↑ Gümüşay, Kübra: Sprache und Sein.