LeMO Biografie Elisabeth Selbert https://www.hdg.de/lemo/biografie/elisabeth-selbert.html
Sauer, sorgt für den Haushalt und die vier Töchter.
Sauer, sorgt für den Haushalt und die vier Töchter.
Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unter Erich Mielke bleibt auch nach dem Bau der Berliner Mauer das wichtigste Instrument des SED-Regimes, um seine Herrschaft zu sichern. Das MfS übernimmt, etwa mit der Überwachung des Grenz- und Reiseverkehrs, neue Aufgaben. Die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter verdoppelt sich in den 1960er Jahren. Zudem baut die Staatsicherheit ihr Netz Inoffizieller Mitarbeiter aus. Ziel ist eine umfassende Überwachung alle Gesellschaftsbereiche der Diktatur.
Passierscheinabkommen Deutsch-deutsche Gespräche Moskau, Warschau, Prag Transitabkommen Vier-Mächte-Abkommen
Die wirtschaftliche Lage der Sowjetunion und der kommunistischen Staaten Osteuropas ist seit Anfang der 1980er Jahre zunehmend schwierig. Die Menschen leiden an Unfreiheit, Menschenrechtsverletzungen und Mangel. Seit dem Abschluss der KSZE 1975 entstehen Oppositionsgruppen wie „Charta 77“ in der Tschechoslowakei, „Solidarnosc“ in Polen und „Initiative Frieden- und Menschenrechte“ in der DDR. Die Sowjetunion leitet 1985 unter zunehmenden Druck Reformen ein, die das kommunistische System erneuern sollen. Auch andere kommunistisch regierte Länder Osteuropas wagen diesen Schritt, nicht jedoch die DDR. Wachsende Opposition und Massenflucht erhöhen in Ostdeutschland 1989 den Druck auf das SED-Regime.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Das Ende des Ost-West-Konflikts und die Auflösung des Warschauer Paktes 1991 stellen die Frage nach der Zukunft der westlichen Militärallianz North Atlantic Treaty Organization (NATO). Sie entwicklelt in den 1990er Jahren ein neues Profil und versteht sich als internationaler Garant für Frieden und Sicherheit, besonders in Europa. Bis 2020 treten daher in mehreren Erweiterungsrunden 14 osteuropäische Länder der NATO bei. Dies belastet das Verhältnis zu Russland, das seine Sicherheit gefährdet sieht.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Die Finanzminister beider deutscher Staaten unterzeichnen am 18. Mai 1990 einen Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Die DDR übernimmt das wirtschafts- und sozialpolitische System der Bundesrepublik und führt die D-Mark als alleiniges Zahlungsmittel ein. Damit ist die wirtschaftliche Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik vollzogen.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war eine kommunistische Diktatur, die mit Hilfe des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Ostdeutschen überwachte und unterdrückte. Das geeinte Deutschland bemüht sich um Aufklärung und Dokumentation der Geschichte des SED-Regimes. Bundesregierung und Deutscher Bundestag rufen zu diesem Zweck Behörden, Gremien und Stiftungen ins Leben. Auch Geschichtswissenschaft, Museen, Gedenkstätten und private Initiativen widmen sich der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Am 7. Mai 1989 finden in der DDR Kommunalwahlen statt. Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit der Ostdeutschen betont die SED-Führung den demokratischen Charakter der Wahlen. Doch der Schein trügt nicht mehr: Die Opposition deckt offenkundige Wahlfälschungen auf und das SED-Regime verliert weiter an Glaubwürdigkeit. Die Manipulation der Kommunalwahlen ist ein Ausgangspunkt der Leipziger Montagsdemonstrationen.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Passierscheinabkommen Deutsch-deutsche Gespräche Moskau, Warschau, Prag Transitabkommen Vier-Mächte-Abkommen
Zeitgleich mit der Deutschen Einheit vertieft sich auch die europäische Integration. Mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht am 1. November 1993 schließen sich zwölf europäische Staaten, darunter die Bundesrepublik Deutschland, zur Europäischen Union (EU) zusammen. Sie treffen zukünftig in bestimmten Politik- und Wirtschaftsbereichen gemeinsame Entscheidungen. Die Idee einer staatlichen Einheit Europas findet keine Mehrheit.
Staatssicherheit Freie Volkskammerwahl Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion Zwei-plus-Vier-Vertrag
Anfang der 1990er Jahren steigt die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland drastisch an. Alleine 1992 stellen 438.000 Menschen einen Antrag. Politik und Öffentlichkeit diskutieren kontrovers, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist. Zeitgleich kommt es zu [LkStart: /lemo/kapitel/deutsche-einheit/aufarbeitung-des-sed-staates-und-rechtsextremismus/rechtsextremismus.html]gewalttätigen Übergriffen[LkEnde] auf Migranten. 1993 verabschiedet der Deutsche Bundestag eine Grundgesetzänderung, die das Asylrecht einschränkt. Die rot-grüne Koalition leitet ab 1998 Reformen ein, um Einwanderung, Aufenthalt und Integration neu zu regeln.
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