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Alfred Reis (1893–1917) | Jüdisches Museum Berlin

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„Heute ist es so warm, dass ich ohne Mantel gehen konnte und will jetzt nun ein Tagebuch anfangen, weil ich so gerne schreibe.“So begann der achtjährige Alfred Reis am Ostermontag 1901 seine Aufzeichnungen in einem blauen Oktavheft, das ihn drei Jahre seines Lebens begleiten sollte. In loser Folge notierte er Urlaubseindrücke, Gedanken zu Familienereignissen oder Erlebnisse mit seiner kleinen Schwester Gertrud.
Sonntag besuchen kannst, falls ich noch hier bin u. nicht selbst Urlaub erhalte, denn man

Georg Meyer (1873–1916) | Jüdisches Museum Berlin

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„Mir ist, als hätte ich eine furchtbare Ohrfeige erhalten.“ Dieser kurze Satz, am 29. Oktober 1916 von Hauptmann Georg Meyer in seinem Tagebuch notiert, steht stellvertretend für die Empörung und Kränkung, welche deutsch-jüdische Soldaten – und mit ihnen die gesamte jüdische Bevölkerung des Landes – im Herbst 1916 empfanden.Auslöser war die vom preußischen Kriegsminister am 11. Oktober angeordneten „Nachweisung der beim Heere befindlichen wehrpflichtigen Juden“, die als „Judenzählung“ in die Geschichte eingegangen ist.
Hospitanz an der Königlich Technischen Hochschule Charlottenburg begann er bei der MAN