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LeMO Lernen Material: Schultüte Jungpioniere

https://www.hdg.de/lemo/lernen/hdg/objekt-schultuete-jungpioniere

Alle Menschen in der DDR sollen zu einer „sozialistischen Persönlichkeit“ erzogen werden. Diese Erziehung beginnt bereits im Kindergarten und setzt sich in der Grundschule fort – mit ihrer Einschulung tritt ein Großteil der Sechsjährigen den Jungen Pionieren bei. Im Rahmen von Pioniernachmittagen und Zeltlagern versucht die SED, politisch Einfluss auf die Schulkinder zu nehmen und sie nach ihren Vorstellungen zu formen. Die Aktivitäten der Jungpioniere sind eng verzahnt mit der Schule. Die Schultüte veranschaulicht diese enge Verbindung: ihr Äußeres zieren mehrere idealisierte Darstellungen Junger Pioniere bei ihrer Einschulung.
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LeMO-Objekt: Kleid aus einem sowjetischem Gulag

https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/textil-kleid-sowjetischer-gulag.html

Dr. Karola Frank bekommt dieses Kleid von Mithäftlingen geschenkt, als sie in einem sowjetischen Lager in Kasachstan gefangen ist. Sie ist die Ehefrau von Karl Hermann Frank, der während der Zeit des Nationalsozialismus Staatsminister im Protektorat Böhmen und Mähren und in dieser Funktion für schwerste Verbrechen verantwortlich ist. Der Nationalsozialist wird 1946 in Prag hingerichtet, seine Frau schon vorher in die Sowjetunion deportiert. Die Gründe dafür sind bis heute nicht endgültig geklärt. Karola Frank verbringt zehn Jahre in unterschiedlichen Lagern in Kasachstan. Als Ärztin kann sie vielen Mithäftlingen helfen, die ihr zum Dank das schlichte Kleid schenken. Erst 1955 kommt sie frei. Am Beispiel von Karola Frank können Entnazifizierungsmaßnahmen und die sowjetische Besatzungspolitik thematisiert werden.
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LeMO Lernen Material: Torwarthandschuhe BSG „Aktivist Schwarze Pumpe“

https://www.hdg.de/lemo/lernen/hdg/objekt-torwarthandschuhe-bsg.html

Sport, Kinderbetreuung, Theater, Urlaub: Viele „Volkseigene Betriebe“ (VEB) in der DDR sind mehr als reine Arbeitsstätten und bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Familien ein umfassendes Freizeitangebot. Da es keine Sportvereine gibt, bilden „Betriebssportgemeinschaften“ (BSG) häufig die einzige Gelegenheit für organisierten Freizeitsport. Die Torwarthandschuhe gehören Uwe Zimmermann, der als Elektriker im Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ arbeitet und als Torwart für die BSG „Aktivist Schwarze Pumpe“ spielt. Obwohl das SED-Regime mit Sport auch einen erzieherischen Auftrag verfolgt und die Menschen für den Sozialismus begeistern möchte, erlebt Uwe Zimmermann den Sport in der BSG als unpolitische Freizeitaktivität.
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LeMO Lernen Material: Objektgruppe zum Mauerbau

https://www.hdg.de/lemo/lernen/hdg/objekt-alltagsdesign-objektgruppe-zum-mauerbau.html

Zwischen 1949 und 1961 fliehen etwa 2,8 Millionen Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik. Weil vor allem junge, gut ausgebildete Menschen das Land verlassen, leidet die Wirtschaft in der DDR. Die SED reagiert und lässt 1961 eine Mauer durch Berlin bauen. Zehntausende sind vorher aus dem sowjetischen in einen westlichen Sektor dieser geteilten Stadt und von dort aus weiter in die Bundesrepublik geflohen. Dieses letzte Schlupfloch ist nun geschlossen, Fluchtversuche werden lebensgefährlich. Die erste Mauer besteht aus Hohlblocksteinen, Betonpfählen und sogenannten V-Trägern mit Stacheldraht. Über die Jahre wird sie massiver und um einen breiten Grenzstreifen erweitert. Ausgehend von dieser Objektgruppe zum Mauerbau können die besondere Situation Berlins während der deutschen Teilung und die Abschottung der DDR gegen den Westen thematisiert werden.
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