LeMO Kapitel: Umwelt https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-krisenmanagement/bundesrepublik-im-umbruch/umwelt.html
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1999/11/0664 Foto: Axel
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1999/11/0664 Foto: Axel
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war eine kommunistische Diktatur, die mit Hilfe des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Ostdeutschen überwachte und unterdrückte. Das geeinte Deutschland bemüht sich um Aufklärung und Dokumentation der Geschichte des SED-Regimes. Bundesregierung und Deutscher Bundestag rufen zu diesem Zweck Behörden, Gremien und Stiftungen ins Leben. Auch Geschichtswissenschaft, Museen, Gedenkstätten und private Initiativen widmen sich der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1994/03/0119.2.6 Foto: Axel
Die unterschiedlichen Vorstellungen der Alliierten über die Zukunft Deutschlands zeigen sich bis 1948 immer deutlicher. Die Wahrnehmung, dass sich im Osten und im Westen zwei ideologische Blöcke gegenüberstehen, nimmt zu: Die Sowjetunion betrachtet den „imperialistischen-antidemokratischen Westen“ als Gegner. Die USA und deren Verbündete sehen im Kommunismus eine Bedrohung für die „freie Welt“.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1993/07/528.7.7, Foto: Axel
Unzufriedene und Oppositionelle in der DDR organisieren sich im Sommer 1989 zunehmend. Sie schließen sich zu Bürgerrechtsgruppen wie „Demokratie Jetzt“, „Demokratischer Aufbruch“ und das „Neue Forum“ zusammen, siewollen das politische System verändern. Ausgehend von Leipzig versammeln sich landesweit wöchentlich mehr und mehr Ostdeutsche zu friedlichen Demonstrationen. Die Massenproteste für Demokratie leiten das Ende des SED-Regimes ein.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte, EB-Nr. 1990/6/104, Foto: Axel
Der Alltag in der „Zusammenbruchgesellschaft“ nach Kriegsende ist hart und entbehrungsreich. Flüchtlinge und Vertriebene haben ihre Heimat verloren. Der Krieg hat Familien auseinandergerissen. Die Menschen leben in Trümmern und kämpfen tagtäglich ums Überleben. Besonders der Hunger ist groß. Zur neuen Realität gehören auch die alliierten Besatzungssoldaten.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1993/08/746, Foto: Axel
Unzufriedene und Oppositionelle in der DDR organisieren sich im Sommer 1989 zunehmend. Sie schließen sich zu Bürgerrechtsgruppen wie „Demokratie Jetzt“, „Demokratischer Aufbruch“ und das „Neue Forum“ zusammen, siewollen das politische System verändern. Ausgehend von Leipzig versammeln sich landesweit wöchentlich mehr und mehr Ostdeutsche zu friedlichen Demonstrationen. Die Massenproteste für Demokratie leiten das Ende des SED-Regimes ein.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte, EB-Nr. 1990/6/104, Foto: Axel
Distanz zur deutschen Bevölkerung wahren, dies ist zunächst Grundlage der alliierten Besatzungspolitik. So verbietet etwa das amerikanische Militär den Soldaten eine „Verbrüderung“ (Fraternisierung). Deutschland sei wie ein Feindstaat zu behandeln. Trotzdem kommt es rasch auch zu freundlichen Kontakten zwischen Alliierten und Deutschen. In der Sowjetischen Besatzungszone gibt es ein solches Verbot nicht.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte, EB-Nr. 2002/10/0178; Foto: Axel
Das „Neue Forum“ gründet sich am 9. September 1989 im brandenburgischen Grünheide bei Berlin. Einen Tag später wird der Gründungsaufruf „Aufbruch 89“ von 30 Personen unterschiedlichster Berufsgruppen aus allen Teilen der DDR unterzeichnet. Er stellt die Wünsche der Menschen in Ostdeutschland den bestehenden Verhältnissen in der DDR gegenüber. Die Verfasser fordern einen gemeinsamen „demokratischen Dialog“ zwischen den Menschen in der DDR und dem SED-Regime. Jedermann soll sich an der gesellschaftlichen Umgestaltung beteiligen können. Gemäß dem Anspruch, eine Plattform für Diskussionen zu bieten, wird der Name „Neues Forum“ für die Initiative gewählt.
H 1997/09/0004, Foto: Axel Thünker Foto Bärbel Bohley, Rolf Henrich und Jens
Lebensmittel sind knapp. Der Hunger der Bevölkerung ist das zentrale Problem der ersten Nachkriegsjahre. Internationale Hilfsorganisationen wie CARE versuchen mit Lebensmittelsendungen die schlimmste Not zu lindern. Eine gute Ernte entspannt die Lage kurzzeitig. Doch der lange und strenge Winter 1946/47 wird zum „Hungerwinter“. Bezogen auf die Ernährungslage ist das Jahr 1947 das kritischste der gesamten Nachkriegszeit.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 1990/10/254.1.2 Foto: Axel
Der anhaltende Ausreisestrom und die Massenproteste für demokratische Freiheiten setzen das SED-Regime in der DDR immer mehr unter Druck. Nach dem Rücktritt Erich Honeckers will es mit Reformen und Zugeständnissen seine Macht sichern. SED-Politbüromitglied Günter Schabowski verkündet am 9. November 1989 auf einer improvisierten Pressekonferenz überraschend Reiseerleichterungen. Ostdeutsche dürfen „ohne Vorliegen von Voraussetzungen“ und „sofort, unverzüglich“ ausreisen. Die neuen Reiseregelungen lösen den Fall der Berliner Mauer aus.
Objektinfo Bildnachweis: Stiftung Haus der Geschichte; EB-Nr. 2015/01/0001.1, Foto: Axel