Die Ameisenstaaten der Blattschneiderameisen bestehen aus mehreren Millionen Individuen. Diese sind arbeitsteilig organisiert, die einzelnen Kasten unterscheiden sich deutlich in der Größe. Jede Kaste übernimmt wie am Fließband spezifische Aufgaben bei der Blatternte, der Pilzzucht und der Brutpflege. Dabei spielt auch das Alter der Tiere eine Rolle. Die „Schneider“ haben besonders starke Kiefer, die „Transporteure“ sind an das schnelle und ausdauernde Laufen angepasst. „Kundschafter“, die eine Nahrungspflanze aufgespürt haben, markieren den Weg mit Duftstoffen. Die Straßen, die von den Nahrungspflanzen zum Bau führen, sind fünf bis sieben Zentimeter breit und bis zu 800 Meter lang. Eine Kaste besonders kleiner Ameisen, die auf den Blattstücken „reiten“, verteidigt die Transporteure und das Blatt. Mit den Blattstücken „füttern“ die Blattschneiderameisen einen Pilz, der ihnen wiederum als Wohnbau und als Nahrungsreservoir dient. Die Pilzbauten können riesige Ausmaße annehmen. Auch innerhalb des Pilzes gibt es eine strenge Arbeitsteilung mit Tieren, die sich um die Pilzzucht kümmern, anderen, die für die Vernichtung von Unkraut zuständig sind und wieder anderen, die sich um die Larven kümmern.
Einladung zum Patenabend einen Eintrag auf der großen digitalen Patentafel im Zoo