Veranstaltung Detailansicht – Debussy, Bartok; Howard, Schostakowitsch – Stadt Siegen https://www.siegen.de/leben-in-siegen/veranstaltungskalender/veranstaltung-detailansicht?tx_citkoevents3_list%5Baction%5D=single&tx_citkoevents3_list%5Bcalendar_id%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bcategory_id%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bdate_from%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bdate_to%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bevent_id%5D=363323&tx_citkoevents3_list%5Bfixcategory_id%5D=&tx_citkoevents3_list%5Borderby%5D=asc&tx_citkoevents3_list%5Borderfield%5D=term.term_day&tx_citkoevents3_list%5Bort_id%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bpage%5D=3&tx_citkoevents3_list%5Bstring%5D=&tx_citkoevents3_list%5Btag_id%5D=&tx_citkoevents3_list%5Bveranstalter_id%5D=&cHash=c5465036ee7fdfa6020d1f166b4fee6b
Claude Debussy gelang mit seinem Prélude à l’après-midi d’un faune der Durchbruch als Komponist – und das völlig zu Recht. In nur einhundertzehn Takten fängt er meisterhaft die träumerische Stimmung eines Fauns ein, der am Nachmittag langsam aus seinem Schlummer erwacht, zwischen Realität und Fantasie schwebt und erste Sehnsüchte verspürt. 1923, zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung von Buda und Pest zur Hauptstadt Budapest, erhielt Béla Bartók den Auftrag, ein festliches Werk zu komponieren. Kaum ein anderer war dafür geeigneter: Durch seine intensive Sammlung und Erforschung ungarischer Volksmusik – Bartók reiste mit dem Edison-Phonograph durch das Land – kannte er die kulturelle Vielfalt seiner Heimat wie kaum ein Zweiter und wusste sie musikalisch eindrucksvoll zu verarbeiten. Dani Howards Coalescence thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Klanglich tritt die Natur in Form von Kirchenglocken auf – als mahnende Stimme, die zur Achtsamkeit und zum respektvollen Umgang mit der Umwelt aufruft. Vor der Uraufführung von Dmitri Schostakowitschs Neunter Symphonie kündigte die sowjetische Presse vollmundig ein monumentales Werk an: eine musikalische Huldigung des Sieges über Nazi-Deutschland, eine Hymne auf Stalin, mit Chor, Solisten und großem Orchester. Doch Schostakowitsch lieferte das Gegenteil: ein schlank instrumentiertes, ironisch-verspieltes Werk voller Andeutungen. Sein Schüler Rudolf Barschai kommentierte später treffend: „Stalin war verspottet – zum Glück hat er es nicht verstanden.“
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