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Veranstaltung Detailansicht – Debussy, Bartok; Howard, Schostakowitsch – Stadt Siegen

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Claude Debussy gelang mit seinem Prélude à l’après-midi d’un faune der Durchbruch als Komponist – und das völlig zu Recht. In nur einhundertzehn Takten fängt er meisterhaft die träumerische Stimmung eines Fauns ein, der am Nachmittag langsam aus seinem Schlummer erwacht, zwischen Realität und Fantasie schwebt und erste Sehnsüchte verspürt. 1923, zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung von Buda und Pest zur Hauptstadt Budapest, erhielt Béla Bartók den Auftrag, ein festliches Werk zu komponieren. Kaum ein anderer war dafür geeigneter: Durch seine intensive Sammlung und Erforschung ungarischer Volksmusik – Bartók reiste mit dem Edison-Phonograph durch das Land – kannte er die kulturelle Vielfalt seiner Heimat wie kaum ein Zweiter und wusste sie musikalisch eindrucksvoll zu verarbeiten. Dani Howards Coalescence thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Klanglich tritt die Natur in Form von Kirchenglocken auf – als mahnende Stimme, die zur Achtsamkeit und zum respektvollen Umgang mit der Umwelt aufruft. Vor der Uraufführung von Dmitri Schostakowitschs Neunter Symphonie kündigte die sowjetische Presse vollmundig ein monumentales Werk an: eine musikalische Huldigung des Sieges über Nazi-Deutschland, eine Hymne auf Stalin, mit Chor, Solisten und großem Orchester. Doch Schostakowitsch lieferte das Gegenteil: ein schlank instrumentiertes, ironisch-verspieltes Werk voller Andeutungen. Sein Schüler Rudolf Barschai kommentierte später treffend: „Stalin war verspottet – zum Glück hat er es nicht verstanden.“
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Weihnachten mit Guildo – Stadt Siegen

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Ich bring‘ euch gute neue Mär: Es wird weihnachtlich! Es wird orthopädisch! Es wird gefeiert! Meister Horn schart seine Strümpfe um sich herum und es beginnen die Vorbereitungen auf die Weihnachtstour, dem sogenannten Speckgürtel des absoluten Wohlbefindens. Mandeln, Bratäpfel, Zimtsterne und Kokosmakronen werden verköstigt, eine Menge Glühpunsch erwärmt und während zimtapfeliger Duft köstlich in der Luft liegt, greifen die Musikanten beherzt zu ihren Instrumenten und erfüllen die gute Stube mit weihnachtlichen Klängen. Traditionelles adventliches Liedgut gepaart mit textlich verweihnachtlichten Rock- und Popklassikern, wie Everlasting Love-Schöne Weihnachtszeit, In The Ghetto-In der Krippe (Der kleine Esel), Timewarp, So This Is Christmas, Unter dem Weihnachtsstern-Under The Moon Of Love, Eternal Flame, Geschichten von Frieda, der Weihnachtsganz (Bridge Over Trouble Water) oder – natürlich nicht zu vergessen – vom Dicken Dieter, dem Maronenverkäufer aus Guildos Heimat Trier. Eine wahrhaft göttliche Unterhaltung von Guildo Horn und seiner grandiosen Band Die Orthopädischen Strümpfe: Addi Mollig, der musikalische Leiter an den Tasten, Kikki Pfeifer am Schlagwerk, der ewige Strull und Horst Dieter Hopfen an den Bässen, Lotus Zander an der Gitarre und natürlich Mademoiselle Gazelle aus Nizza am Saxophon. Am Ende dieses Jahres sollte die Welt sich noch einmal so richtig verwöhnen lassen und wem könnte man sich da besser anvertrauen als einem der besten Live-Entertainer, den Deutschland zu bieten hat: Dem Meister Guildo Horn.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Poetry@Rubens – Lena Schätte – Stadt Siegen

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„Motte“ wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Poetry@Rubens – Lena Schätte – Stadt Siegen

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„Motte“ wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Poetry@Rubens – Lena Schätte – Stadt Siegen

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„Motte“ wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Andorra – Stadt Siegen

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Eigentlich hat keiner der Bewohner:innen von Andorra etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei nur einfach anders, weil er ja „Jud“ ist. Deswegen habe er ein gutes Händchen fürs Geld und Feigheit liege ihm im Blut. So sei das bei den Juden. Er sei auch, sagen andere, geil und ohne Gefühl. Und Andri beginnt es zu glauben. Er versteht, dass für ihn andere Regeln gelten und alles immer ein bisschen schwieriger ist. Schließlich ist er ja „Jud“. Aber Gefühle hat er doch. Er liebt nämlich Barblin, die Tochter des Lehrers und möchte sie heiraten. Doch der Lehrer verbietet es ihm. Nach all den Jahren der Lüge muss nun endlich die Wahrheit ans Licht: der Lehrer ist Andris leiblicher Vater, die beiden Liebenden sind demnach Halbgeschwister und Andri ist keineswegs Jude. Doch niemand scheint es hören zu wollen. In Andorra machen sich Angst und Unsicherheit breit. Über Nacht wird Andorra von den „Schwarzen“ angegriffen. Sie verkünden: Alle, die keine Juden sind, haben nichts zu befürchten. Andri, der ja keiner ist, will jetzt aber einer sein. Sein ganzes Leben lang hat er sich Zuschreibungen und Zurückweisungen anhören müssen und plötzlich ist er so, wie sie es immer gesagt haben. Eine Judenschau soll ans Licht bringen, wer einer ist. Und natürlich finden sie ihren Juden. Max Frischs Parabel über Alltagsrassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus zeigt eindrücklich, wie eine Gesellschaft sich in Angst verliert und die Ausgrenzung des vermeintlich Fremden immer mehr zunimmt. Ein zeitloses Stück, das uns vor Augen führt, wie menschenverachtende Mechanismen funktionieren, in denen aber alle Beteiligten der festen Überzeugung sind, nicht Schuld daran zu sein, dass es so gekommen wäre. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, sich diesem Klassiker wieder zuzuwenden.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Andorra – Stadt Siegen

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Eigentlich hat keiner der Bewohner:innen von Andorra etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei nur einfach anders, weil er ja „Jud“ ist. Deswegen habe er ein gutes Händchen fürs Geld und Feigheit liege ihm im Blut. So sei das bei den Juden. Er sei auch, sagen andere, geil und ohne Gefühl. Und Andri beginnt es zu glauben. Er versteht, dass für ihn andere Regeln gelten und alles immer ein bisschen schwieriger ist. Schließlich ist er ja „Jud“. Aber Gefühle hat er doch. Er liebt nämlich Barblin, die Tochter des Lehrers und möchte sie heiraten. Doch der Lehrer verbietet es ihm. Nach all den Jahren der Lüge muss nun endlich die Wahrheit ans Licht: der Lehrer ist Andris leiblicher Vater, die beiden Liebenden sind demnach Halbgeschwister und Andri ist keineswegs Jude. Doch niemand scheint es hören zu wollen. In Andorra machen sich Angst und Unsicherheit breit. Über Nacht wird Andorra von den „Schwarzen“ angegriffen. Sie verkünden: Alle, die keine Juden sind, haben nichts zu befürchten. Andri, der ja keiner ist, will jetzt aber einer sein. Sein ganzes Leben lang hat er sich Zuschreibungen und Zurückweisungen anhören müssen und plötzlich ist er so, wie sie es immer gesagt haben. Eine Judenschau soll ans Licht bringen, wer einer ist. Und natürlich finden sie ihren Juden. Max Frischs Parabel über Alltagsrassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus zeigt eindrücklich, wie eine Gesellschaft sich in Angst verliert und die Ausgrenzung des vermeintlich Fremden immer mehr zunimmt. Ein zeitloses Stück, das uns vor Augen führt, wie menschenverachtende Mechanismen funktionieren, in denen aber alle Beteiligten der festen Überzeugung sind, nicht Schuld daran zu sein, dass es so gekommen wäre. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, sich diesem Klassiker wieder zuzuwenden.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Debussy, Bartok; Howard, Schostakowitsch – Stadt Siegen

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Claude Debussy gelang mit seinem Prélude à l’après-midi d’un faune der Durchbruch als Komponist – und das völlig zu Recht. In nur einhundertzehn Takten fängt er meisterhaft die träumerische Stimmung eines Fauns ein, der am Nachmittag langsam aus seinem Schlummer erwacht, zwischen Realität und Fantasie schwebt und erste Sehnsüchte verspürt. 1923, zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung von Buda und Pest zur Hauptstadt Budapest, erhielt Béla Bartók den Auftrag, ein festliches Werk zu komponieren. Kaum ein anderer war dafür geeigneter: Durch seine intensive Sammlung und Erforschung ungarischer Volksmusik – Bartók reiste mit dem Edison-Phonograph durch das Land – kannte er die kulturelle Vielfalt seiner Heimat wie kaum ein Zweiter und wusste sie musikalisch eindrucksvoll zu verarbeiten. Dani Howards Coalescence thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Klanglich tritt die Natur in Form von Kirchenglocken auf – als mahnende Stimme, die zur Achtsamkeit und zum respektvollen Umgang mit der Umwelt aufruft. Vor der Uraufführung von Dmitri Schostakowitschs Neunter Symphonie kündigte die sowjetische Presse vollmundig ein monumentales Werk an: eine musikalische Huldigung des Sieges über Nazi-Deutschland, eine Hymne auf Stalin, mit Chor, Solisten und großem Orchester. Doch Schostakowitsch lieferte das Gegenteil: ein schlank instrumentiertes, ironisch-verspieltes Werk voller Andeutungen. Sein Schüler Rudolf Barschai kommentierte später treffend: „Stalin war verspottet – zum Glück hat er es nicht verstanden.“
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Poetry@Rubens – Lena Schätte – Stadt Siegen

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„Motte“ wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol. Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte ist ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Es ist ein harter, zarter Roman über die Liebe zu einem schwierigen Vater und den Weg ins Leben.
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater

Veranstaltung Detailansicht – Debussy, Bartok; Howard, Schostakowitsch – Stadt Siegen

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Claude Debussy gelang mit seinem Prélude à l’après-midi d’un faune der Durchbruch als Komponist – und das völlig zu Recht. In nur einhundertzehn Takten fängt er meisterhaft die träumerische Stimmung eines Fauns ein, der am Nachmittag langsam aus seinem Schlummer erwacht, zwischen Realität und Fantasie schwebt und erste Sehnsüchte verspürt. 1923, zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung von Buda und Pest zur Hauptstadt Budapest, erhielt Béla Bartók den Auftrag, ein festliches Werk zu komponieren. Kaum ein anderer war dafür geeigneter: Durch seine intensive Sammlung und Erforschung ungarischer Volksmusik – Bartók reiste mit dem Edison-Phonograph durch das Land – kannte er die kulturelle Vielfalt seiner Heimat wie kaum ein Zweiter und wusste sie musikalisch eindrucksvoll zu verarbeiten. Dani Howards Coalescence thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Klanglich tritt die Natur in Form von Kirchenglocken auf – als mahnende Stimme, die zur Achtsamkeit und zum respektvollen Umgang mit der Umwelt aufruft. Vor der Uraufführung von Dmitri Schostakowitschs Neunter Symphonie kündigte die sowjetische Presse vollmundig ein monumentales Werk an: eine musikalische Huldigung des Sieges über Nazi-Deutschland, eine Hymne auf Stalin, mit Chor, Solisten und großem Orchester. Doch Schostakowitsch lieferte das Gegenteil: ein schlank instrumentiertes, ironisch-verspieltes Werk voller Andeutungen. Sein Schüler Rudolf Barschai kommentierte später treffend: „Stalin war verspottet – zum Glück hat er es nicht verstanden.“
Stadtgeschichte Alfred-Fissmer-Anlage Alte Hammerhütter Schule Apollo-Theater