LeMO Kapitel: Aufbruch zu neuen Grenzen https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/aufbruch-zu-neuen-grenzen.html
Empfohlene Zitierweise: Grau, Andreas: Aufbruch zu neuen Grenzen, in: Lebendiges Museum Online
Empfohlene Zitierweise: Grau, Andreas: Aufbruch zu neuen Grenzen, in: Lebendiges Museum Online
Zeitgleich mit der Deutschen Einheit vertieft sich auch die europäische Integration. Mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht am 1. November 1993 schließen sich zwölf europäische Staaten, darunter die Bundesrepublik Deutschland, zur Europäischen Union (EU) zusammen. Sie treffen zukünftig in bestimmten Politik- und Wirtschaftsbereichen gemeinsame Entscheidungen. Die Idee einer staatlichen Einheit Europas findet keine Mehrheit.
Empfohlene Zitierweise: Petschow, Annabelle: Europäische Union, in: Lebendiges Museum Online
Gewerkschaften bilden sich zunächst nur mit Zustimmung der Militärregierungen der Besatzungszonen.
Zitierweise: Würz, Markus: Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände, in: Lebendiges Museum Online
Laut Verfassung ist die DDR ein föderaler Rechtsstaat, eine parlamentarische Demokratie, in der die Volkskammer das oberste Organ ist. Für die Staatspraxis bleiben diese Bestimmungen allerdings ohne Bedeutung.
Entstehung der DDR: Verfassung und Führungsrolle der SED, in: Lebendiges Museum Online
Das Ende des Ost-West-Konflikts verändert die Anforderungen an die deutsche Sicherheitspolitik. Deutschlands Verbündete fordern, dass das geeinte Deutschland seine militärische Selbstbeschränkung aufgibt und sich international an bewaffneten Einsätzen zur Friedenssicherung beteiligt. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts klärt 1994 die Bedingungen für Bundeswehreinsätze im Ausland.
Empfohlene Zitierweise: Koischwitz, Svea: Friedenssicherung, in: Lebendiges Museum Online
Vertreter von DDR-Regierung, SED-Massenorganisationen, Blockparteien, Oppositionen und Kirchen treffen sich am 7. Dezember 1989 in Ost-Berlin erstmals zu Gesprächen am zentralen „Runden Tisch“, um über die Zukunft der DDR zu sprechen. Themen sind das Ende von SED-Herrschaft und Staatssicherheit, die demokratische Umgestaltung, freie Volkskammerwahlen sowie eine neue Verfassung.
Empfohlene Zitierweise: Petschow, Annabelle: Der Runde Tisch, in: Lebendiges Museum Online
Zitierweise: Hinz-Wessels, Annette: Vernetzung der Weltwirtschaft, in: Lebendiges Museum Online
Zwischen 1991 und 1994 erlebt die Bundesrepublik eine Welle rechtsextremer Gewalt. Sie richtet sich gegen die große Anzahl von Zuwanderern. Wie im Westen wächst auch in Ostdeutschland eine rechte Subkultur. Rassismus und Rechtsextremismus sind nach der Deutschen Einheit ein gesamtdeutsches Problem.
Empfohlene Zitierweise: Würz, Markus: Rechtsextremismus, in: Lebendiges Museum Online
Anfang der 1990er Jahren steigt die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland drastisch an. Alleine 1992 stellen 438.000 Menschen einen Antrag. Politik und Öffentlichkeit diskutieren kontrovers, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist. Zeitgleich kommt es zu [LkStart: /lemo/kapitel/deutsche-einheit/aufarbeitung-des-sed-staates-und-rechtsextremismus/rechtsextremismus.html]gewalttätigen Übergriffen[LkEnde] auf Migranten. 1993 verabschiedet der Deutsche Bundestag eine Grundgesetzänderung, die das Asylrecht einschränkt. Die rot-grüne Koalition leitet ab 1998 Reformen ein, um Einwanderung, Aufenthalt und Integration neu zu regeln.
Zitierweise: Würz, Markus: Einwanderungsland Deutschland, in: Lebendiges Museum Online
Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) beschreiben die Zielrichtung der Reformen von Michail Gorbatschow, seit 1985 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Er reagiert damit auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme sowie die Unzufriedenheit der Menschen. Andere kommunistisch regierte Staaten in Osteuropa folgen dem Vorbild der Sowjetunion. Das SED-Regime in der DDR lehnt Reformen ab. Es fürchtet um seine Macht.
Zitierweise: Petschow, Annabelle: Glasnost und Perestroika, in: Lebendiges Museum Online