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Rollstuhlfechten: Erster Wegweiser in Richtung Tokio | Team Deutschland Paralympics

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Fünf Athletinnen und Athleten der deutschen Rollstuhlfechten-Nationalmannschaft werden vom 18. bis 23. September im italienischen Terni bei den europäischen Titelkämpfen um die Medaillen fechten. Mit Ulrike Lotz-Lange geht die amtierende Vize-Weltmeisterin im Florett und Degen der Kategorie C an den Start. Der 18-jährige Julius Haupt feiert in Italien sein Debüt bei einer internationalen Meisterschaft bei den „Großen“.
EM Rollstuhlfechten: Erster Wegweiser in Richtung Tokio © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Englische Standards lassen Halbfinal-Traum platzen | Team Deutschland Paralympics

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Ein Unentschieden hätte den deutschen Blindenfußballern zum ersehnten Einzug ins Halbfinale gereicht, doch Titelfavorit England verhinderte mit einer abgezockten Leistung schwarz-rot-goldenen Jubel auf den vollbesetzten Rängen in der Arena am Anhalter Bahnhof. Durch die am Ende zu hoch ausgefallene 0:3 (0:1)-Niederlage hat das deutsche Team von Cheftrainer Ulrich Pfisterer den anvisierten Sprung in die Runde der letzten Vier bei der Heim-Europameisterschaft in Berlin verpasst.
EM Englische Standards lassen Halbfinal-Traum platzen © Ralf Kuckuck / BSBerlin

Para Ski nordisch | Team Deutschland Paralympics

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Im Bereich des Behindertensports liegt der Fokus im Ski nordisch vor allem auf Para Langlauf und Para Biathlon. Dabei werden die Wettkämpfe anhand der zurückzulegenden Strecke und ihrer Startform unterschieden. Para Langlauf zählt zu den traditionsreichsten Wintersportarten der Paralympics. Seit den ersten paralympischen Winterspielen im Jahr 1976 gehört sie zum offiziellen Wettkampfprogramm. Der Para Langlauf ist variabel ausführbar und steht daher Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen offen. Die Sportler*innen treten in den folgenden drei Kategorien an: sitzend, stehend oder sehbehindert. Die Sportart wird dementsprechend sowohl von Sportler*innen mit Amputationen oder Funktionseinschränkungen an Armen und Beinen ausgeübt als auch von Sportler*innen mit einer Sehbehinderung oder Blindheit. Athlet*innen, die im Alltag einen Rollstuhl verwenden, nehmen während des Rennens auf einem Sitzski Platz und bewegen sich ausschließlich über den Armeinsatz voran. Sehbehinderte Sportler*innen hingegen starten gemeinsam mit einem Guide, der ihnen durch diverse Kommandos den Weg weist. Der Weltverband World Para Skiing veranstaltet Rennen in der kurzen, mittleren und langen Distanz. Zusätzlich gibt es ein Staffelrennen, bei dem Sportler*innen aus allen drei Kategorien gemeinsam antreten. Stehende und sehbehinderte Sportler*innen starten sowohl in der klassischen als auch in der freien Technik. Para Biathlon, bestehend aus den beiden Teildisziplinen Langlauf und Schießen, ist seit den Winterspielen im Jahr 1988 in Innsbruck paralympisch. Wie auch im alpinen Schneesport treten die Sportler*innen hier in drei Kategorien an: sitzend, stehend oder sehbehindert. Para Biathlon ist somit für Sportler*innen mit Amputationen, Funktionseinschränkungen an Armen und Beinen sowie für sehbehinderte und blinde Sportler*innen allesamt gleichermaßen zugänglich. Athlet*innen, die im Alltag einen Rollstuhl verwenden, nehmen während des Rennens auf einem Sitzski Platz und bewegen sich ausschließlich über den Armeinsatz voran. Sehbehinderte Sportler*innen hingegen starten gemeinsam mit einem sogenannten Guide, der ihnen durch Zurufe den optimalen Weg weist. Das Schießen erfolgt dann nach Gehör. Sehbehinderte Sportler*innen greifen auf ein Lasergewehr mit einem Infrarotsystem zurück, welches ein Zielen auf Basis unterschiedlicher Tonhöhen ermöglicht. Je höher der Ton, desto genauer zielt die*der Athlet*in in die Mitte. Im Biathlon absolvieren die Athlet*innen abhängig von der Gesamtdistanz mehrfach einen Rundkurs in der freien Technik, wobei nach jeder Runde ein Schießen stattfindet. Die Herausforderung im Biathlon besteht darin, die Ausdauerfähigkeit im Langlauf und die Konzentrationsfähigkeit beim Schießen miteinander in Einklang zu bringen. Ähnlich wie im olympischen Sport gibt es verschiedene Para Biathlon-Disziplinen. Im Sprint (6 km Frauen / 7,5 km Männer) müssen die Athlet*innen zwei Mal an den Schießstand. In der Mitteldistanz (10 km / 12,5 km) und im Einzelwettbewerb (12,5 km / 15 km) geben die Para Biathlet*innen je vier Mal fünf Schuss ab. In der Sprint- und Mitteldistanz müssen die Sportler*innen pro Fehlschuss eine Strafrunde laufen, auf der langen Distanz gibt es für jeden Fehlversuch eine Strafminute. Im Unterschied zum olympischen Biathlon laufen die Sportler*innen allerdings nicht mit dem Gewehr auf dem Rücken, sondern bekommen es erst am Schießstand gereicht. Im Para Ski nordisch, zu dem Para Biathlon und Para Langlauf zählen, wird ein Prozentsystem angewandt, das die Leistungen der Sportler*innen innerhalb der drei Kategorien vergleichbar machen soll. Zunächst werden die Sportler*innen innerhalb der Kategorien auf Basis ihrer funktionellen Möglichkeiten einer Startklasse zugeordnet und erhalten dementsprechend einen Prozentwert. Je stärker sich die körperliche Einschränkung im Wettkampf auswirkt, desto niedriger ist die Startklasse und somit auch der Prozentwert. Der Prozentwert wird mit der tatsächlichen Rennzeit multipliziert, um die angepasste Rennzeit zu erhalten. Das bedeutet, dass die Zeit für eine*n Sportler*in mit einer starken Einschränkung langsamer abläuft als für eine*n Sportler*in mit einer verhältnismäßig geringeren Einschränkung. Ein Beispiel hilft zur Veranschaulichung: Für eine*n Sportler*in mit relativ gutem Sehvermögen (Startklasse B3) verrinnt die Zeit mit dem Faktor 1,0, also in Normalgeschwindigkeit. Für eine*n blinden Sportler*in (Startklasse B1) mit einem Faktor von 0,88 (88 %), läuft sie hingegen deutlich langsamer ab. Auf diese Weise kann pro Kategorie und für jedes Geschlecht ein*e Gewinner*in ermittelt werden. Hier geht’s zu den Ansprechpartner*innen auf der Homepage des Deutschen Behindertensportverbandes (Bundes- & Cheftrainer*innnen, DBS Sachbearbeiter*innen). Ein Erklärvideo zur Sportart, Informationen zu lokalen Ansprechpartner*innen sowie zu Veranstaltungen, bei denen du Para Ski nordisch ausprobieren kannst, findest du auf www.parasport.de.
Winter Para Ski nordisch © Ralf Kuckuck / DBS Im Bereich des Behindertensports

Para Judo-EM: Heimspiel in Heidelberg | Team Deutschland Paralympics

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Deutschlands Para Judo-Nationalmannschaft freut sich auf ein echtes Heimspiel: Vom 14. bis 16. August 2026 finden im baden-württembergischen Heidelberg die Para Judo-Europameisterschaften statt. Erwartet werden über 120 Athlet*innen aus rund 20 Nationen. Bundestrainerin Carmen Bruckmann hofft auf deutsche Medaillen und ein starkes Nachwuchsteam.
EM Para Judo-EM: Heimspiel in Heidelberg © Ralf Kuckuck / DBS Lennart Sass Zu

„Lange gebraucht, um es zu verarbeiten“ | Team Deutschland Paralympics

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Bei den Paralympics in Sotschi war Monoskifahrer Georg Kreiter auf Goldkurs. Letztes Rennen: Riesenslalom, seine Spezialdisziplin. Nach einem verhaltenen ersten Lauf legte er im zweiten Durchgang eine fulminante Fahrt hin – und schied aus. Eine Bodenwelle verhinderte den großen Traum von einer Medaille. „Das war schon ein tiefer Einschnitt für mich. Ich war so knapp davor, aber es sollte nicht sein. Ich habe schon längere Zeit gebraucht, um es zu verarbeiten und abzuhaken“, erklärt der 30-jährige Thanninger (Bayern). Ein Jahr später wurde der Pechvogel von Sotschi dann zum freudestrahlenden Doppel-Weltmeister von Panorama (Kanada). Jetzt steht die neue Saison vor der Tür – mit neuem Monoski-Modell.
DBS News „Lange gebraucht, um es zu verarbeiten“ © Ralf Kuckuck, DBS-Akademie