LeMO Kapitel: Tourismus https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/tourismus.html
SED-Parteitag Internationale Entwicklungen Internationale Entwicklungen Vietnam-Krieg
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Vom 15.-19. Juni 1971 findet in Ost-Berlin der VIII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) statt. Über 2000 Delegierten nehmen teil. Erich Honecker, der neue Erste Sekretär des SED-Zentralkomitees, der kurz zuvor Walter Ulbricht abgelöst hat, verkündet die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ als neuen politischen und wirtschaftlichen Kurs des SED-Regimes.
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Bereits Ende 1989 leiten Staatsanwälte in der DDR Ermittlungsverfahren wegen Verbrechen des SED-Regimes ein. Die Bundesrepublik Deutschland setzt nach der Deutschen Einheit die juristische Aufarbeitung des SED-Unrechts bis 2005 fort. In rund tausend Strafprozessen müssen sich 1.700 Angeklagte vor Gericht wegen Gewalttaten an der Grenze, Terror der Staatssicherheit, Amtsmissbrauch, Korruption und Wahlfälschung verantworten. Öffentliche Beachtung finden vor allem die Prozesse gegen Mauerschützen und Politbüro-Mitglieder.
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Die Fronten des Ost-West-Konfliktes sind verschwunden, Wirtschaft und Handel agieren nach 1990 weltweit. Großunternehmen erschließen als „Global Player“ Märkte auf der ganzen Welt. Auch die deutsche Wirtschaft ist stark auf die Ausfuhr von Waren ausgerichtet. Zwischen 2003 und 2008 ist die Bundesrepublik weltweit das Land mit dem größten Export. Im Rahmen der Welthandelsorganisation und der G8-Staaten betreibt Deutschland globale Wirtschaftspolitik. Kaum ein Land profitiert vom liberalisierten Welthandel so wie die Bundesrepublik.
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Die Deutsche Einheit kann nur mit Zustimmung der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs vollzogen werden. Nach den Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz entscheiden sie über „Deutschland als Ganzes“. Auch müssen die außenpolitischen Aspekte der Einheit Deutschlands geregelt werden. Die Außenminister von Bundesrepublik, DDR, Sowjetunion, USA, Frankreich und Großbritannien verhandeln von Mai bis September 1990 hierüber. Sie unterzeichnen am 12. September 1990 in Moskau den Zwei-Plus-Vier-Vertrag, der außenpolitisch den Weg zur Einheit ebnet.
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Die Deutsche Einheit kann nur mit Zustimmung der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs vollzogen werden. Nach den Vereinbarungen der Potsdamer Konferenz entscheiden sie über „Deutschland als Ganzes“. Auch müssen die außenpolitischen Aspekte der Einheit Deutschlands geregelt werden. Die Außenminister von Bundesrepublik, DDR, Sowjetunion, USA, Frankreich und Großbritannien verhandeln von Mai bis September 1990 hierüber. Sie unterzeichnen am 12. September 1990 in Moskau den Zwei-Plus-Vier-Vertrag, der außenpolitisch den Weg zur Einheit ebnet.
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Der anhaltende Ausreisestrom und die Massenproteste für demokratische Freiheiten setzen das SED-Regime in der DDR immer mehr unter Druck. Nach dem Rücktritt Erich Honeckers will es mit Reformen und Zugeständnissen seine Macht sichern. SED-Politbüromitglied Günter Schabowski verkündet am 9. November 1989 auf einer improvisierten Pressekonferenz überraschend Reiseerleichterungen. Ostdeutsche dürfen „ohne Vorliegen von Voraussetzungen“ und „sofort, unverzüglich“ ausreisen. Die neuen Reiseregelungen lösen den Fall der Berliner Mauer aus.
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Traurige Abschiede geben dem Ort im Volksmund seinen Namen: Nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 errichtet das SED-Regime am Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin ein Grenzabfertigungsgebäude. Es dient seit seiner Eröffnung im Sommer 1962 als Ausreisehalle von der DDR nach West-Berlin. Hier müssen sich Ostdeutsche von ihren Angehörigen und Freunden aus dem Westen verabschieden – in dem Bewusstsein, diesen Weg selbst nur in Ausnahmefällen gehen zu dürfen. Erst mit dem Fall der Mauer verliert der Tränenpalast seine Funktion.
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